Saisonales im April
Der April bringt den Frühling auf den Teller: Die Auswahl an frischem Obst und Gemüse aus regionalem Anbau wächst spürbar. Während Lagerware wie Kartoffeln oder Sellerie weiterhin verfügbar ist, zeigen sich auf den Wochenmärkten nun auch erste Frischwaren aus dem Freiland – darunter Radieschen, Spinat und Rhabarber. Auch der erste Spargel lässt sich mit etwas Glück schon ernten. Ein Monat des Übergangs also, der den Winter endgültig verabschiedet und frischen Genuss verspricht.
Hier ist eine Auswahl der saisonalen Obst- und Gemüsesorten im April:
Frische Ernte aus dem Freiland
- Lauch (Porree)
- Spinat
- Rhabarber
- Frühlingszwiebeln
- Spargel (erste Stangen)
Aus geschütztem Anbau (unbeheiztes Gewächshaus)
- Blumenkohl
- Radieschen
- Asia-Salat
- Rucola
- Feldsalat
- Kopfsalat
- Zwiebeln (Lauch- und Frühlingszwiebeln)
Lagerware aus heimischem Anbau
- Möhren
- Pastinaken
- Rote Bete
- Sellerie
- Weißkohl
- Rotkohl
- Äpfel
Jetzt ist die ideale Zeit, frühlingshafte Frische mit bewährter Lagerkost zu kombinieren, etwa in bunten Salaten, leichten Tartes oder grünen Smoothies. Diesen Monat im Porträt: Spinat und Radieschen – zwei Frühlingsgemüse mit ordentlich Power.

Spinat – Das grüne Nährstoffwunder
Spinat zählt zu den Stars der Frühlingsküche. Ab April kommt er wieder frisch aus heimischem Freilandanbau und bringt neben mild-herbem Geschmack auch eine beeindruckende Nährstoffdichte mit sich.
Gesundheitliche Vorteile
Spinat steckt voller Vitalstoffe: Beta-Carotin, Magnesium, Eisen, Kalium, Vitamin C und E machen ihn zum echten Powerpaket. Er stärkt die Abwehrkräfte, wirkt entwässernd und schützt unsere Zellen vor oxidativem Stress. Mit nur 22 kcal pro 100 g ist er außerdem besonders figurschonend. Besonders erfreulich: Seine CO₂-Bilanz ist hervorragend.
Verwendung in der Küche
Ob als Babyspinat im Salat, gedünstet als Gemüsebeilage oder als aromatische Füllung für Quiches und Tartes – Spinat ist ein echter Allrounder. Für maximalen Vitaminerhalt sollte er nur kurz gegart werden. Tipp: In Kombination mit Milchprodukten wird die in Spinat enthaltene Oxalsäure gebunden, was die Aufnahme von Mineralstoffen verbessert.
Auch wer auf Nachhaltigkeit achtet, ist mit Spinat gut beraten: Mit unter 30 g CO₂ pro 100 g zählt er zu den klimafreundlichsten Gemüsesorten.

Radieschen – Knackige Schärfe mit Vitaminkick
Radieschen sind die perfekten Frühlingsbegleiter: Schnell wachsend, wunderbar frisch und mit einer angenehm pfeffrigen Note bringen sie Würze auf den Teller.
Gesundheitliche Vorteile
Radieschen liefern bei nur 16 kcal pro 100 g ordentlich Vitamin C, sekundäre Pflanzenstoffe und Senföle. Diese fördern die Verdauung, wirken entzündungshemmend und können sogar antibakteriell wirken. Auch für den Blutzuckerspiegel zeigen erste Studien positive Effekte.
Verwendung in der Küche
Radieschen passen roh auf Brote, in Salate oder als Topping für Bowls. Wer es kreativ mag, kann sie leicht andünsten oder in warme Gerichte einbauen, etwa als raffinierte Komponente in einer Frühlings-Tarte. Auch ihr Grün ist zu schade zum Wegwerfen und lässt sich wunderbar für Pestos oder Kräuterquark verwenden.

Rezept-Vorschlag: Spinat-Tartes mit Radieschen und Miso-Cashew-Creme
Diese veganen Mini-Tartes vereinen alles, was der April zu bieten hat: Zarten Babyspinat, frische Radieschen und aromatische Kräuter auf knusprigem Blätterteig. Ein leichtes, aber raffiniertes Gericht – ideal für Brunch, Picknick oder das Frühlingsbuffet.
Zutaten (für 4 Portionen)
- 250 g Baby-Spinat
- 1 Packung veganer Blätterteig
- 250 g vegane Frischkäse-Alternative
- 2 EL Cashewmus
- Salz, Pfeffer
- 4 EL Hafersahne
- 1,5 EL Sesam
- 0,5 Bund Radieschen
- 2 Stangen Frühlingslauch
- 0,5 Bund frische Kräuter (z. B. Dill, Petersilie, Basilikum)
- 1 EL Misopaste
- 3 EL Wasser
Zubereitung
- Spinat 10 Sekunden in kochendem Salzwasser blanchieren, abtropfen lassen.
- Blätterteig in Kreise (ca. 11 cm Ø) schneiden und auf ein Backblech legen. Teig mit einer Gabel mehrfach einstechen.
- Frischkäse mit 1 EL Cashewmus, Salz und Pfeffer verrühren. Auf den Teigkreisen verstreichen, Spinat darauf verteilen. Ränder mit Hafersahne bestreichen und mit Sesam bestreuen.
- Im vorgeheizten Ofen bei 200 °C Umluft ca. 15 Minuten backen.
- Währenddessen Radieschen in feine Scheiben hobeln, Frühlingslauch in Ringe schneiden, Kräuter hacken. Misopaste mit restlichem Cashewmus und Wasser verrühren.
- Tartes mit Radieschen, Lauch und Kräutern belegen. Miso-Cashew-Creme darüberträufeln und sofort servieren.
Tipp: Wer mag, kann auch ein paar Radieschenblätter hacken und als grünes Topping verwenden.

April steht ganz im Zeichen von frischer, würziger Frühlingsküche. Mit Spinat und Radieschen starten wir voller Nährstoffe und Aromen in die neue Saison. Probiert’s aus 🪻🌿✨