Saisonales im März
Der März bringt den langersehnten Frühling mit sich und mit ihm eine Vielfalt an frischem Obst und Gemüse. Neben den letzten Lagerwaren des Winters beginnt nun auch die Ernte von ersten Frühlingsboten wie Bärlauch, Spinat und Rhabarber.
Frische Ernte aus dem Freiland
- Lauch (Porree)
- Rhabarber (aus geschütztem Anbau)
- Feldsalat
- Rucola
- Kopfsalat
Lagerware aus heimischem Anbau
- Äpfel
- Kartoffeln
- Möhren
- Pastinaken
- Rote Bete
- Sellerie
- Weißkohl
- Rosenkohl
- Rotkohl
Jetzt ist also die perfekte Zeit, um die ersten Frühlingszutaten in eure Küche zu holen und euren Speiseplan mit frischen, gesunden Lebensmitteln zu bereichern. Besonders hervorheben möchten wir diesen Monat zwei echte Alleskönner: Lauch und Rhabarber. Während Lauch mit seinem würzigen Aroma unzählige herzhafte Gerichte bereichert, bringt der fruchtig-saure Rhabarber eine erfrischende Note in die Frühlingsküche.

Lauch – Vielseitig, würzig und gesund
Lauch, auch Porree genannt, ist ein echtes Allroundtalent in der Küche. Er gehört zur Familie der Zwiebelgewächse, ist aber milder und bekömmlicher. Ob als Suppenzutat, in Quiches oder Eintöpfen – Lauch bringt eine feine Würze in viele Gerichte.
Gesundheitliche Vorteile
Lauch ist ein echtes Kraftpaket für die Gesundheit. Er stärkt das Immunsystem mit seinem hohen Gehalt an Vitamin C und schwefelhaltigen ätherischen Ölen. Gleichzeitig fördert er durch seine Ballaststoffe eine gesunde Darmflora und unterstützt die Verdauung. Mit nur 26 kcal pro 100 g ist er kalorienarm, sättigt aber dennoch langanhaltend. Seine natürlichen Senföle wirken zudem antibakteriell und machen ihn zu einem sanften, pflanzlichen Antibiotikum. Tipp: Der grüne Teil des Lauchs enthält 300-mal mehr Beta-Carotin als der weiße – also unbedingt mitverwenden!
Verwendung in der Küche
Lauch kann sowohl roh (z. B. in Salaten) als auch gekocht oder gebraten verwendet werden. Er passt wunderbar zu Kartoffeln, Schinken, Fisch und in würzige Eintöpfe.

Rhabarber – Das fruchtige Gemüse mit Überraschungseffekt
Rhabarber wird fast immer süß zubereitet, gehört botanisch aber tatsächlich zum Gemüse. Seine leuchtend roten bis grünlichen Stangen sind nicht nur ein Hingucker, sondern auch ein echtes Superfood.
Gesundheitliche Vorteile
Rhabarber ist nicht nur unglaublich kalorienarm – mit nur 13 kcal pro 100 g eignet er sich perfekt für eine leichte Frühlingsküche. Dank seines hohen Vitamin-C-Gehalts stärkt er das Immunsystem und schützt die Zellen. Zudem fördert der hohe Pektin-Gehalt die Verdauung und regt den Stoffwechsel an. Als natürliches Detox-Gemüse unterstützt Rhabarber den Körper durch Kalium und Gerbstoffe bei der Entgiftung. Tipp: Je röter die Stangen, desto milder ist ihr Geschmack!
Verwendung in der Küche
Rhabarber harmoniert perfekt mit süßen Zutaten wie Vanille, Erdbeeren oder Mandeln, kann aber auch als säuerliche Komponente in herzhaften Gerichten verwendet werden. Besonders wichtig: Dünstet ihn immer kurz an, denn roher Rhabarber ist sehr sauer und schwer verdaulich.

Genuss im März: Zwei köstliche Rezeptvorschläge mit Lauch & Rhabarber
Lauch und Rhabarber sind im März echte Highlights und lassen sich auf viele Arten zubereiten. Um euch zu inspirieren, haben wir zwei einfache und köstliche Rezepte für euch: eine wärmende Lauchsuppe mit Kartoffeln als Vorspeise und eine fruchtige vegane Rhabarber-Tarte als Dessert.
Cremige Lauchsuppe mit Kartoffeln
Ein wärmendes und leichtes Frühlingsgericht – einfach, gesund und voller Geschmack!
Zutaten (für 4 Portionen):
- 600 g Lauch
- 80 g Zwiebeln
- 1 Knoblauchzehe
- 150 g mehligkochende Kartoffeln
- 1 EL hitzebeständiges Olivenöl
- 1 Liter Gemüsebrühe
- Salz, rosa Pfeffer, Muskat
- 1 TL Balsamico bianco
Zubereitung:
- Lauch in feine Ringe schneiden, waschen und abtropfen lassen. 3 EL beiseitelegen. Zwiebeln in Streifen, Knoblauch fein hacken, Kartoffeln würfeln.
- In einem Topf Olivenöl erhitzen, Lauch, Zwiebeln und Knoblauch 3 Min. anbraten. Kartoffeln zugeben, kurz mitbraten, dann mit Gemüsebrühe aufgießen. 20 Min. sanft köcheln lassen.
- Währenddessen die beiseitegelegten Lauchringe in einer Pfanne mit etwas Olivenöl andünsten.
- Suppe würzen und im Mixer cremig pürieren. Mit den gedünsteten Lauchringen garnieren und servieren.
🥣 Tipp: Wer es besonders fein mag, kann die Suppe mit einem Schuss Pflanzensahne oder Kokosmilch abrunden.
Vegane Rhabarber-Tarte
Knuspriger Mürbeteig, cremige Quarkschicht und fruchtiger Rhabarber – ein perfektes Frühlingsdessert!
Zutaten (für eine Tarte, Ø 28 cm):
Für den Mürbeteig:
- 250 g Weizenmehl (Type 405)
- 75 g Zucker
- 125 g kalte vegane Butter
- Etwas kaltes Wasser
Für die Quarkschicht:
- 400 g veganer Quark / Skyr
- 15 g Speisestärke
- 50 ml Agavendicksaft
Für die Rhabarberschicht:
- 300 g frischer Rhabarber
- 2 EL gehobelte Mandeln
Zubereitung:
- Für den Mürbeteig Mehl, Zucker und kalte Butter verkneten. Falls nötig, etwas kaltes Wasser zugeben. Den Teig 30 Min. kühlen.
- Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Teig ausrollen, eine gefettete Tarteform damit auslegen und mit einer Gabel mehrmals einstechen. 10 Min. vorbacken.
- Quark, Speisestärke und Agavendicksaft glatt rühren und auf den Teigboden streichen.
- Rhabarber in gewünschte Form schneiden und auf der Quarkcreme verteilen.
- Mit gehobelten Mandeln bestreuen und ca. 30 Min. backen.
🍰 Tipp: Die Tarte schmeckt auch wunderbar mit einer Kugel Vanilleeis oder einem Klecks Kokosjoghurt.

Mit Lauch und Rhabarber lassen sich vielseitige und gesunde Gerichte zaubern – von herzhaft bis süß. Nutzt die Saison, um frische und regionale Produkte in eure Küche zu holen. Viel Freude beim Kochen und Genießen!